Unterricht & Förderung

An der LVR-Gutenberg-Schule verbinden wir den Lehrplan der Hauptschule mit einer intensiven, individuellen Sprachförderung, um alle Schüler*innen optimal in ihrer kommunikativen Entwicklung zu stärken. In kleinen Klassen und einem strukturierten Ganztag greifen Unterricht und Therapie nahtlos ineinander, ergänzt durch besondere Angebote wie unsere tiergestützte Förderung.

Eine Unterrichtssituation in Naturwissenschaften: Eine Lehrkraft steht am Tisch mit zwei Schülern und erklärt ihnen die Aufgabe.

Unsere Sekundarstufe I

Die LVR-Gutenberg-Schule ist eine Schule im Sekundarbereich I (Klasse 5 bis 10) mit dem Förderschwerpunkt Sprache . Wir unterrichten Kinder, die in ihrem Sprachgebrauch, in ihrer Sprechtätigkeit und in ihrem Kommunikationsverhalten Unterstützung benötigen.

Wir bieten Schüler*innen mit sprachlichen Lern- und Entwicklungsverzögerungen eine intensive Betreuung und Förderung. Als Schule im gebundenen Ganztag haben wir an drei Tagen über die Mittagszeit hinaus Unterricht. An diesen Tagen können die Schüler*innen in der Mittagspause das Angebot unserer Mensa nutzen.

Unser Unterricht beginnt um 8.25 Uhr und endet an den Ganztagen um 15 Uhr. Die Schüler*innen, die nicht in der Nähe der Schule wohnen, werden mit (Klein-) Bussen im Rahmen des Schüler-Spezialverkehrs befördert.

Der Unterricht der Förderschule Sprache Sek. I umfasst sechs Schulbesuchsjahre.

Was unseren Unterricht ausmacht

Die wichtigsten Eckpunkte unseres Unterrichtskonzeptes sind:

  • ein kleines Schulsystem (jede*r Kolleg*in kennt fast alle Kinder)

  • kleine Klassen aus 10 bis 16 Schüler*innen, die nach dem Klassenlehrer*innen-Prinzip geführt werden

  • Fachunterricht nach dem Lehrplan der Hauptschule

  • umfassende Förderpläne zur Unterstützung des individuellen Lern- und Entwicklungsbedarfs

  • intensive Diagnostik zur Planung von Unterricht und Förderung

  • intensive und individuelle Sprachförderung , die entweder einzeln oder im Rahmen des therapie-immanenten Unterrichts stattfindet

  • Kommunikationstraining

  • Förderung des Lern- und Arbeitsverhaltens

  • Förderung im Bereich sekundärer (Sprach-)Auffälligkeiten: Wahrnehmung, Motorik, Lese-Rechtschreibschwäche, Rechenschwäche

  • psychomotorische Förderung

  • intensive Vorbereitung der Schüler*innen auf die Berufs- und Arbeitswelt

  • Aufsuchen außerschulischer Lernorte

  • Einsatz neuer Medien

  • Vorbereitung und Teilnahme an den Lernstands- und Abschlussprüfungen

Individuelle Förderpläne

Für jede*n Schüler*in unserer Schule wird pro Schuljahr ein Förderplan erstellt, in dem Ziele und Maßnahmen der sonderpädagogischen Förderung benannt und dokumentiert werden.

Der individuelle Förderplan wird regelmäßig überprüft und fortgeschrieben. Er ist das wesentliche Instrument zur Planung und Durchführung der sonderpädagogischen Förderung und beschreibt die Schüler*innen in ihrer individuellen Lern- und Lebensentwicklung.

Im Rahmen der Elternsprechtage werden die Förderpläne gemeinsam mit den Klassenleitungen besprochen.

Fächerangebot und Unterrichtsinhalte

Unser Fächerangebot und die Unterrichtsinhalte orientieren sich an dem Lehrplan für Hauptschulen in Nordrhein-Westfalen. Aus dem Fächerkanon:

  • Mathematik (ab Klasse 7 Grund- und Erweiterungskurse)

  • Englisch (Differenzierung ab Klasse 7)

  • Deutsch

  • Technik

  • Hauswirtschaft

  • Wirtschaftslehre

  • Naturwissenschaften

  • Gesellschaftslehre

  • musische Fächer

  • Sport

  • Informatik / Neue Medien

  • Religion / Praktische Philosophie

  • Therapie- / Förderunterricht

  • Wahlpflichtunterricht (WPU)

Eine Lehrerin wird von hinten aufgenommen, während sie Aufwärmübungen mit einer Klasse auf dem Sportrasen macht.
Sportunterricht auf dem Außengelände unserer Schule

Frei wählbare Arbeitsgemeinschaften

Zusätzlich nehmen die Klassenstufen 5 bis 8 an selbst gewählten Arbeitsgemeinschaften (AGs) teil. Hier stellen wir Ihnen einige AG-Titel aus den letzten Jahren vor: Netzwerk, Fußball, Lesen, Schul-Cafeteria, Schach, Technik, Sportspiele, Werken (Holz), Werken (Metall), Kunst-AG, Mädchen-Volleyball, Lauf-AG, Informatik, Gesellschaftsspiele, Fitness, Basteln, Schulzeitung und vieles mehr.

Ein Schüler trägt ein Tablett mit drei leeren Kaffeetassen darauf. Er spricht mit vier Schüler*innen, die an den runden Tischen in der Cafeteria sitzen und gerade ihren Tee zu Ende getrunken haben.
In der Schul-Cafeteria übernehmen unsere Schüler*innen die Dienstschichten

Unterricht und Förderung Hand in Hand

Eine Besonderheit unserer Schulform ist der "therapie-immanente Unterricht". Dieser Begriff beschreibt einen qualitativ hochwertigen Unterricht, der die individuellen sonderpädagogischen Förderbedürfnisse der Schüler*innen anerkennt, aufgreift und alle Inhalte und Methoden an diesen orientiert.

Merkmale des therapie-immanenten Unterrichts sind:

  • deutliche Strukturierung und Rhythmisierung des Tages- und Stundenablaufs und aller Arbeitsabläufe

  • Betonung der Sprachverwendung (im sicheren Raum) als wichtigstes Kommunikationsmittel

  • Verwendung von Methoden und Medien, die sich fördernd auf die ausgewählten Förderziele auswirken

  • Anerkennung der individuellen Bedürfnisse und Anpassung der Förderung an das einzelne Kind

  • Akzeptanz unterschiedlicher Lerntempi

  • Vermittlung von Lerntechniken zur Erhöhung der Selbständigkeit

  • Arbeit in unterschiedlichen Sozialformen (Gruppen- oder Partnerarbeit) zur Verbesserung von Eigenständigkeit und Kommunikation der Schüler*innen untereinander

  • Einsatz spezifischer und aktueller Medien zur Sprachförderung

Unsere tiergestützte Förderung

Tiere haben eine ganz besondere Art, uns zu motivieren und uns ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. An unserer Schule nutzen wir diese "tierische Unterstützung", um die Schüler*innen in ihrer emotionalen und sprachlichen Entwicklung zu stärken. Ob bei der Hundetherapie , wo unser vierbeiniger Begleiter für Ruhe und Selbstvertrauen sorgt, oder beim Voltigieren , bei dem die Kinder auf dem Pferderücken ihr Gleichgewicht und ihren Mut beweisen – die Tiere helfen uns dabei, über uns hinauszuwachsen.

Hundetherapie

Seit 2020 bietet die LVR-Gutenberg-Schule tiergestützte Pädagogik am Hund (die so genannte Hundetherapie) an.

Unser Hund heißt Laila. Sie ist eine silberfarbene Labrado-Retriever-Hündin. Seit Oktober 2017 besucht sie mit ihrer Besitzerin Frau Gietz ein- bis zweimal wöchentlich die Hundeschule. Im Januar 2020 hat Laila erfolgreich die Ausbildung zum Therapiebegleithund abgeschlossen.

Laila ist ein verschmuster, intelligenter und sehr offener Hund. Sie liebt Aufträge und Kommandos, Tricks, Bewegung, Bälle, Reisen, Wasser, Auto fahren, Streicheleinheiten und ganz besonders Menschen. Laila kommuniziert dabei ziemlich deutlich und klar, so dass ihre Bedürfnisse zu erkennen sind. Ebenfalls verzeiht sie Fehler und ist stets darum bemüht, dem Menschen zu gefallen.

Dabei geht es um die Kommunikationsförderung, das Erhöhen sozialer und emotionaler Kompetenzen und um den Aufbau von Selbstbewusstsein und Beziehungen.

Frau Gietz

Lehrkraft für tiergestützte Pädagogik

Laila kommt an zwei festen Tagen in unsere Schule, um mit Schüler*innen gemeinsam Übungen zu absolvieren. Es geht dabei vorrangig um die Kommunikationsförderung, das Erhöhen sozialer und emotionaler Kompetenzen und um den Aufbau von Selbstbewusstsein und Beziehungen. Egal ob es ein Parcours, das Verstecken von Gegenständen oder das Apportieren ist – Laila macht jede Übung geduldig mit und hilft den Schüler*innen dabei, sich Dinge zuzutrauen und mit ihr zu "sprechen".

Die Arbeit zwischen Mensch und Hund folgt dabei einem festgelegten Konzept und einem Hygieneleitplan.

Förderung am Pferd

Einmal in der Woche haben einige Schüler*innen der Klassen 5 bis 7 die Möglichkeit, an der Aktion "Voltigieren" teilzunehmen.

Beim Voltigieren führen die Kinder verschiedene gymnastische und spielerische Übungen auf einem Pferd aus, das an einer langen Leine im Kreis läuft. Dabei werden sie von einer Fachkraft angeleitet und durch den speziellen Voltigiergurt am Pferd sicher gehalten.

Diese besondere Form der Förderung stärkt bei unseren Schüler*innen vor allem das Gleichgewicht und die Körperwahrnehmung auf ganz natürliche Weise. Gleichzeitig bauen die Kinder durch den engen Kontakt zum Tier Ängste ab, gewinnen an Selbstvertrauen und lernen, Verantwortung zu übernehmen.

Die Voltigier-Stunden finden im Zentrum für Therapeutisches Reiten bei Irene Jakobs statt. Begleitet werden unsere Schüler*innen von Frau Koeppel (Lehrkraft für Sonderpädgogik an unserer Schule und Voltigierpädagogin des Deutsches Kuratorium für Therapeutisches Reiten e. V. ).

Und wer dann noch möchte, kann zum Höhepunkt, am Ende des Schuljahres, auch noch bei unserem großen Auftritt auf dem Weltfest des Pferdesports CHIO in Aachen dabei sein.

Kooperationspartner*innen

Dank der finanziellen Unterstützung unserer Kooperationspartner*innen konnten wir das Voltigieren durchgängig finanzieren, dafür bedanken wir uns herzlich bei:

Ohne Sie wäre dieses Angebot nicht möglich!

Das sagen unsere Schüler*innen über die Reitstunden